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Werden Sie Mitglied der Deutsch-Marokkanischen Gesellschaft und tragen Sie dazu bei die freundschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen der beiden Länder zu erweitern... [mehr]| Belletristik | | Print | |
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Titel: Agadir Mohammed Khair-Eddine's Roman Agadir handelt vom Untergang der Stadt Agadir durch ein Erdbeben - geschehen Anfang der Sechziger Jahre. Der Ich-Erzähler wird nun dorthin entsandt, um die Stadt wieder aufzubauen. Schon bald erkennt er das eigene Unvermögen, den Forderungen der Antragsteller nachzukommen, mehr und mehr ufert der Roman aus, versucht die Katastrophe einzufangen, weniger zu beschreiben denn literarisch nachzuempfinden. Damit hat Khair-Eddine eine hochmoderne Form der Verarbeitung gefunden, die den Leser wie ein Sog mitreißt.
Das Werk des amerikanischen, in Marokko lebenden Schriftstellers Paul Bowles ("Himmel über der Wüste") zählt zum besten der zeitgenössischen Weltliteratur. "Seine Geschichten ALLAL sind halluzinatorische Exkursionen in die mythische Welt arabischer Nomadenvölker, wo der zivilisierte Europäer oder Amerikaner in unheilvolle Verstrickung gerät. Bowles'Art zu schreiben ist die des "Spions in Geist und Körper des andern". Er schreibt jeweils aus der Optik seiner Figuren, läßt durch sie eine Handlung aufkommen, während er sein schrifstellerisches "Ich" ablegt, sich selbst völlig aus seinen Erzählungen heraushält, keine Kommentare und keine tiefgründigen Erklärungen abgibt und schon gar nicht moralisiert. Aus dieser "Schreibsicht" wirken die Stories kalt und nüchtern, sind aber durch den Flair orientalischer Phantastik von einer Bildhaftigkeit, die die abendländische Phantasie zu entzünden vermag".
Ein Lesebuch der arabischen Literatur des 20. Jahrhunderts - Die Länder: Ägypten, Algerien, Bahrein, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien. Die Autoren u.a : Tahar Ben Jelloun, Assia Djebar, Ahmed Ibrahim al-Faqih, Emil Habibi, Ghalib Halasa, Nagib Machfus, Abd al-Aziz al Maschri, Laila al-Osman, Fawzia Raschid, Tayyeb Salih, Ghada Samman, Hanan al-Scheih.
Der vorliegende Band ist der arabischen Literatur gewidmet. Er stellt sechs Prosaschriftsteller und -schriftstellerinnen und einen Lyriker aus verschiedenen arabischen Ländern vor, sie alle empfinden sich jedoch als einer gesamtarabischen Literatur zugehörig, auch wenn Adonis und Assia Djebar in Frankreich leben und die letztgenannte auf Französisch schreibt.
Arabische Märchen haben seit "tausendundeiner" Nacht einen Festen Platz in der Weltliteratur, Diese Sammlung enthält Teile einer erst kürzlich entdeckten Handschrift aus dem 13. Jahrhundert : wie in den Geschichten Scheherezades geht es auch hier um Dämonen und Zauberer, um verborgene Schätze und abenteuerliche Reisen durch das Morgenland.
Erstmalig werden hier Volksmärchen der arabischen Völker - aus einem Gebiet, das sich von Marokko bis zum Irak und im Süden bis zum Sudan erstreckt - in einem Band vereinigt. Die von arabischen Sammlern bei ihren Landsleuten aufgezeichneten Märchen, spiegeln nicht nur das Orientbild wider, das uns hauptsächlich durch "Tausendundeine Nacht" bekannt ist, sondern gewähren auch Einblicke in das Alltagsleben des Arabers der Stadt, des Dorfes und auch der Wüste. Die Skala der Erzählungen reicht von den Tiermärchen über Zaubermärchen, novellenartigen Geschichten bis zu den Schwänken. Des öfteren begegnen uns bekannte Märchenstoffe und -motive, die aber durchweg in ganz anderem Gewande erscheinen. Im Nachwort wird auf das Besondere und Charakteristische der arabischen Märchen eingegangen und eine für uns oftmals fremdartige, aber nicht minder reizvolle Umwelt vorgeführt. Anmerkungen zu allen Texten berücksichtigen auch die älteren Varianten aus den bekannten Sammlungen europäischer Orientalisten, bieten wichtige Nachweise und Erklärungen sowie die Angaben der internationalen Typen- und Motivverzeichnisse. Weniger geläufige Wörter und Begriffe sind in einem besonderen Verzeichnis erklärt.
Einen betörenden Briefroman ergeben die bislang unveröffentlichten Blätter, die Isabelle Eberhardt an ihren rastlosen Bruder und an die beiden nordafrikanischen Freunde richtete: an die drei auf sehr verschiedene Art nach Abenteuern strebenden Männer, denen die Liebe dieser Leidenschaftlichen, unkonventionellen Schriftstellerin galt, die in arabischer Männerkleidung Nordafrika durchstreifte.
Das Buch handelt vom Leben des Jungen Abdelsam. Mit 6 Jahren beginnt er mit der Lehre des Korans und wird nach einem Jahr von seinem Vater in die Schule geschickt. Er gewöhnt sich sehr schnell an die französische Sprache und ist der Zweitbeste der Klasse. Nach drei Jahre bekommt er einen anderen Lehrer, mit dem er nicht mehr zurechtkommt. Weil er nicht vor dem Lehrer knien will, hat Abdelsam einen heftigen Streit mit ihm. Abdelsam will nun nicht mehr zur Schule gehen und wird von seinem Vater hinausgeworfen.
Der Autor läßt den Leser eine phantastische Reise durch das farbige Marokko miterleben. Zu Pferde, im Überlandbus und im Gemeinschaftstaxi zieht eine geheimnisvolle Reisegesellschaft vom nördlichen Fès über Meknès und Casablanca bis in die südliche Region, in das Land der majestätischen Sandflächen. Die drei Umhergetriebenen, die ein Neugeborenes mit sich führen, durchwandern alte Städte und herbe Landschaften, beherrscht von erstaunlichen Vorkommnissen und quirlendem Alltagsgeschehen. Während die zwei männlichen Reisegefährten, Sindibad und Body, ihren eigenen Schicksalsfragen nachhängen, nimmt sich die mythische Yamna, die dazu auserkoren ist, einen Bildungsauftrag zu erfüllen, des Kindes an und begibt sich mit ihm auf die rastlose Suche nach der Identität eines ganzen Volkes.
Jedermann im Maghreb kennt Moha, den Narren, Moha, den Weisen. Gefolgt von einer Schar Kinder fegt er durch die Stadt wie ein Sandsturm. Moha ist das ewige Kind. Er mag die Erwachsenen nicht. Der Roman des mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten Franko-Marokkaners Tahar Ben Jelloun ist "von ungeheuerlicher Sogwirkung und gewaltiger Sprachkraft. Moha, zugleich Weiser und Narr, sowohl alter Mann und kleines Kind, betrachtet die Welt, seine maghrebinische Welt. Moha, der Sehende, verteufelt die von Blindheit geschlagene, von Dummheit getretene Menschheit. "Der Gedächtnisbaum" ist ein leidenschaftliches, hochliterarisches Plädoyer für mehr Menschlichkeit unter den Menschen."
Titel: Gerechte Sultan, Der
Im Ballsaal des Hauses in Tanger steht ein großer Spiegel. Rachida, die junge Ehefrau von Ali, verbringt ihre Tage in der Gesellschaft ihres Spiegelbildes. Eines Abends kehrt Ali heim und findet seine junge Familie in Blut gebadet. Ein schreklicher Verdacht wird zur Gewißheit : Das alter ego Rachidas im Spiegel liebt die Nacht und die Farben Weiß und Rot, die Farben von Blut und Unschuld. Eine halluzinierende Erzählung aus dem schwerelosen Traumland von Liebe, Wahnsinn, Hexerei und Aberglaube. -------------------------------------------
Verschiedene arabische Erzählungen über die Liebe, das Leben, das Schicksal und die Enttäuschung.
"So schlecht kann eine Welt nicht sein, wo man für ein paar Haare Liebe bekommt".
Mit HANIN liegt nun weltweit zum ersten Mal eine umfassende und übersichtliche Zusammenstellung französischsprachiger Prosa aus dem Maghreb vor. Ein Lesebuch mit Erzähltexten maghrebinischer Autoren, inhaltlich Seismograph einer mitten im Umbruch befindlichen Gesellschaft, eine poetische Anthropologie des Maghreb. 48 Texte von 35 Schriftstellern und Schriftstellerinen (17 algerische, 8 marokkanische und 10 tunesische), die auf die unterschiedlichste Weise Zeugnis ablegen vom literarischen Reichtum einer Region, die seit 3000 Jahren Anziehungspunkt für Händler, Abenteurer und Eroberer aus aller Herren Länder ist.
Mit "Harrouda", der Beschreibung eines Weges von der Kindheit zur Jugend und von dort ins Erwachsenenleben hat Tahar Ben Jelloun sein literarisches Terrain abgesteckt. Er erzählt Geschichten, die in seinem Land erfunden und schon unzählige Male erzählt worden sind. Er wird sie mit seiner poetischen, kräftigen Sprache zu neuem, erschreckendem und unbarmherzigem Leben erwecken.
Das zentrale Motiv des Schriftstellers, auch in seinem Hauptwerk "Himmel über der Wüste", ist die Flucht von Bürgern vor der westlichen Zivilisation.
"Gnadenlos dörrt die Saharasonne Gaumen und Hirn eines amerikanischen
Ehepaares aus, das sich im Lebensüberdruß aus der Leere eines
von keinerlei Pflichten erfüllten und von Arbeit unbehelligten Daseins
in die Wüste flüchtet, um sich selbst wiederzufinden. Beide
suchen einen Lebenssinn, im letzten die Liebe, die "größer
ist als alle Vernunft". Aber sie finden nur Abenteuer, Hetzjagd, Öde
und Tod. Paul Bowles, Existentialist aus der verzehrenden Leidenschaft
des Seelenanalytikers, der hinter den Spiegel schaut, so glänzend
geschildert, daß einem die Lektüre den Atem raubt. Der Autor dieses Buches hat die westliche Zivilisation satt: "Leben heißt Muße, und Muße ist genau das, was die Arbeit einem verweigert". Er reist nach Marrakesch und erlebt ein Jahr des Glücks. Seine Geschichte ist nicht nur ein Bericht über die geheimnisvolle Stadt, sondern auch der Roman einer Verwandlung.
Marokkko, ein Land im Umbruch - die hier gesammelten Erzählungen zeigen Konflikte: Tradition und Moderne, Armut und Reichtum, Gewalt und Ohnmacht. Mohamed Choukri und vierzehn weitere Autoren lassen den Leser in eine fremde Welt eintauchen.
Das erfolgreiche und unterhaltsame Buch des ägyptischen Germanisten Nabil Osman wird hier in neuer Ausstattung vorgelegt. Nabil Osman hat rund 500 deutsche Wörter arabischer Herkunft gesammelt. Er weist ihre ursprüngliche arabische Bedeutung nach, erläutert sie und erzählt ihre oft abenteuerliche Geschichte, eine Geschichte, die vieles von der Ausbreitung der arabischen Kultur - von Byzanz bis Spanien - zu berichten hat.
"Ein erstaunliches Buch... Es ist ein orientalisches Märchen und zugleich die Geschichte einer Emanzipation, man kann es als einen zornigen Roman lesen, aber auch als eine zarte Romanze zwischen zwei Außenseitern der Gesellschaft. Es zeugt von einer ungezügelten, mitunter erschreckenden sexuellen Phantasie und ist nicht zuletzt eine Liebeserklärung des marokkanischen Autors an seine Heimat. Tahar Ben Jelloun wurde in Frankreich für "Die Nacht der Unschuld" als erster maghrebinischer Schriftsteller mit dem "Prix Goncourt" ausgezeichnet". Der Roman erzählt die Erlebnisse von Zahra, die gezwungen war, als "Sohn ihres Vaters" aufzuwachsen. Als der Muslim jedoch stirbt, gibt er seiner Tochter die Freiheit zurück, eine Frau zu sein...
Da ist nichts abzuwägen, zu analysieren. Dieses Buch ist ergreifend, zum schmunzeln, zum jauchzen - es ist zum heulen schön: Die deutsche Ausgabe des autobiographischen Romans "Das nackte Brot" des Marokkaners Mohamed Choukri ist Literatur pur, wahrhaft eine Entdeckung ... Was erzählt Choukri? Er malt, brennt, ätzt - es sei erlaubt, Camus zu zitieren: "das schändliche und begeisternde Bild des Lebens".
Ein Leben der heftigsten Sehnsüchte und bittersten Enttäuschungen - Tahar Ben Jellouns Roman ist eine Hommage an Marokko. -------------------------------------------
Dieser Katalog will ein Arbeitsinstrument sein, will einen Überblick liefern über all die Bücher, die Leserinnen und Lesern hierzulande Einblicke geben in das literarische Schaffen der sogenannten "Dritten Welt". Lesestoff aus dieser "Dritten Welt" gibt es mittlerweile in großer Fülle. Doch kaum ein Buchhändler, kaum ein Bibliothekar kann hier noch den notwendigen Überblick haben; Leserinnen und Leser finden sich auch dann nicht mehr zurecht, wenn sie lediglich nach einem Roman aus Brasilien, aus Südafrika oder Indien suchen. Ein Arbeitsinstrument soll dieser Katalog sein, keine Empfehlungsliste.
"Meiserstücke kultivierter Erzählkunst" nannte Hermann Hesse diese anmutigenden morgenländischen Geschichten, die den Leser mit orientalischer Farbigkeit und großer Weisheit beglücken.
Titel: Ramadan & andere Erzählungen In diesem Buch sind 17 verschiedene Erzählungen niedergeschrieben.
------------------------------------------- Isabelle Eberhardt wurde 1877 bei Genf als jüngste von fünf Kindern einer adligen russischen Emigrantin geboren, die mit dem Hauslehrer der Familie, einem zum Anarchisten gewordenen orthodoxen Priester, durchgebrannt war. In geradezu exotisch unkonventionellen Umständen aufwachsend, weigerte sich Isabelle schon als Kind, Mädchenkleider zu tragen. Nach langen Briefwechseln mit einem türkischen Schriftgelehrten und einem wie sie für die arabische Kultur schwärmenden französischen Kolonialoffizier tritt sie zwanzigjährig zum Islam über und reist mit der Mutter nach Algier. Als Araber kostümiert, streift sie dort durch die Bars und Bordelle des Hafenviertels, ist in Beduinenzelten und Drogenhöhlen willkommen und schreibt ihre ersten Prosaskizzen und Kurzgeschichten. 1899 kehrt sie vorübergehend nach Paris zurück und macht sich mit den in der Sahara geschriebenen Texten in den literarischen Salons einen Namen; von den Honoraren kauft sie einen Araberhengst. 1904 kommt die große literarische Exzentrikerin in Algerien in den Trümmern eines eingestürzten Hauses ums Leben. Ihre Erzählungen, jüngst neu entdeckt, sind äußerst verdichtete Stimmungsbilder, die mit einem Minimum an Handlung auskommen, erfüllt von glühender Farbigkeit und Sinnlichkeit.
Die tragische Geschichte eines Mädchens, das zum Sohn erklärt und zum Mann erzogen wird. Nach dem Tod des strengen Vaters beschließt Ahmed jedoch, sein/ihr verborgenes Geschlecht zu erforschen. Tahar Ben Jelloun verfolgt das Aufblühen dieses zum Manne verbildeten Weibes, die Entdeckung ihrer Lust, ihre Gefährdung und ihre Zerstörung als sinnliches Wesen.
In seinem Roman zeichnet Chraibi ein erschütterndes Bild von der
Situation der marokkanischen Emigranten im vielversprechenden Frankreich
- trotzdem liest sich das Buch nicht als Traktat des Jammers oder gar
des Selbstmitleids ...
An einem stürmischen Tag in Tanger liegt ein alter Mann in seinem Zimmer und wartet auf den Tod. Er weiß, daß er sich von seiner schweren Krankheit nicht mehr erholen wird, doch er will das Leben bis zur Neige auskosten. Gegen den Tod, gegen die Einsamkeit, gegen das höhnische Heulen des Windes setzt er die Kraft der Erinnerung: Stimmen, Gesichter, längst verstorbene Freunde, verhaßte Nachbarn, einst begehrte Frauen tauchen aus dem Dunkel der Vergangenheit auf; Glück, Leidenschaft, aber auch Zorn, Bitterkeit und Enttäuschung brechen erneut hervor. An einem einzigen Tag ringt der alte Mann dem Tod einmal ein ganzes Leben ab. "Tag der Stille in Tanger" ist eine Geschichte über das Altern, aber auch über die Macht der Phantasie.
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Titel: Verwandlungen des Abu Seid von Serug, Die Abu Seid von Serug, ein gebildeter und geistreicher Landstreicher, schlägt sich mit List und Tücke durch das Leben, ohne je einer ernsthaften Beschäftigung nachzugehen. Skrupellos täuscht und betrügt er gutgläubige Zeitgenossen, die ihm aber gern verzeihen - bietet er ihnen doch als phantasievoller Verwandlungskünstler wahre Feuerwerke an Wortspielen und Doppelsinnigkeiten, Fontänen von witzigen Bemerkungen und gewagten Anspielungen, mit denen er alle Register des solcher Sprachbrillanz besonders verbundenen Arabischen zieht. Aufgeschrieben hat die "Bettleransprachen" (Makamen), die bei aller Wortpracht fest im alltäglichen Leben der islamischen Stadt verwurzelt sind, der Basraer Dichter und Sprachgelehrte Abu Muhammed al-Quasim Ibn Ali al-Hariri.
Die Geschichte erzählt vom Leben des Marokkaners Miloud, der als Maschinenarbeiter dreißig Jahre lang in Dortmund lebte. In einfühlsamer, teilweise poetischer Sprache wird sein Leben in Einsamkeit und Fremdheit geschildert. Um diesem Leben zu entfliehen, träumt Miloud davon, daß Dortmund an Casablanca grenzen möge. Das Zusammenrücken von Nähe und Ferne könnte eine Wirklichkeit herbeiführen, in der Einsamkeit und Fremdheit überwunden werden.
Die Lebenserinnerungen der Grete Auer, die Ende des letzten Jahrhunderts sechs Jahre in Marokko lebte, beinhalten eine lebendige und farbenprächtige Schilderung des Alltagslebens dieses den Europäern bis dahin ziemlich unbekannten Landes.
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Der zärtlich und augenzwinkernd geschilderte Weg dieser marokkanischen Mutter führt aus einer vorindustriellen Welt mitten in die Turbulenzen dieses Jahrhunderts. Mit dreizehn Jahren hat man sie verheiratet, seither führt sie, trotz funkensprühender Lebenskraft, ein eingeschlossenes Dasein hinter den Mauern ihres Hauses. Ihr magisches Denken bemächtigt sich der neuen Dinge, die in ihren Lebenskreis eindringen: Im Radio sieht sie Zauberei am Werk, trägt Gefechte aus gegen Bügeleisen, Kochherd, Telefon und andere Segnungen der Zivilisation. Und dann der große Einschnitt: Nach zwanzig Jahren begibt sie sich zum erstenmal wieder auf die Straße. Zuerst zaghaft, dann immer selbstbewußter erobert sie sich die bis dahin unbekannte Welt, den Markt, die Natur, die Politik. Mit ihrer archaischen Wahrhaftigkeit stellt sie, die Lernende, ihre Umwelt auf die Probe. Ohne es zu wollen, wird sie eine Symbolgestalt, sammelt sich eine Bewegung marokkanischer Frauen um sie. --------------------------------------------
Titel: Die Welten des Islam Der Orientwissenschaftler Professor Gernot Rotter, einem breiten Publikum durch seine Kritik an Gerhard Konzelmann und Peter Scholl-Latour bekanntgeworden, hat hier professionelle Islam-Spezialisten aus dem In- und Ausland zusammengeführt, die in neunundzwanzig Beiträgen ein plastisches und vielgestaltiges Bild der Welten des Islam zeichnen.
Die Autorinnen und Autoren:
Rachidas Bild im Spiegel liebt die Nacht und die Farben Weiß unr
Rot, die Farben von Blut und Unschuld. -------------------------------------------
König Hassan II., seit 1961 Monarch von Marokko, vermittelt interessante Einblicke in seine mehr als dreißigjährige Amtszeit als Akteur und Gestalter von Geschichte des Nahen Ostens. Sehr offen berichtet er von den historischen Entwicklungen und Konflikten in der Region sowie von seinen Begegnungen mit bedeutenden Politikern unseres Jahrhunderts. Zugleich erhält der Leser Kenntnis vom Selbstverständnis einer aufgeklärten islamischen Monarchie, von den erreichten Leistungen bei der Modernisierung des Landes und von dem engen Verhältnis König Hassans II. zum marokkanischen Volk.
------------------------------------------- Marokko ist eines der letzten Paradiese der Welt. Denn die Lebensformen der Menschen in Wüste, Gebirge und Steppe erinnern uns an vergangene praradiesische zeiten. Die Menschen dort knüpfen in Sitten und Gebräuchen an alte, an traditionelle Werte an. Stolz bestimmt noch imemr ihr Handeln. In den Hochtälern des Atlas, als Beispiel, führen Sippen der Berber ihr Leben nach erprobten, überlieferten Regeln. Und während einer Rast in der Wüste beim Alten und seiner Familie im Beduinenzelt fühlen wir in fast biblischer Atmosphäre die Kostbarkeit der Begegnung. Marokko ist das friedlichste Land Nordafrikas, ohne den geringsten fundamentalistischen Fanatismus. Fremde jeden Glaubens sind hier willkommen und neidlos wohlgelitten - bei Arm und Reich, bei Frommen und weniger Frommen.
------------------------------------------- Der Film wurde nach einer Erzählung von Paul Bowles und Mohammed Mrabat, Tanger in Marokko von 1969 gedreht. Es soll einen Beitrag zur Verständigung der nach wie vor so verschiedenen und von Mißtrauen und Unverständnis geprägten Kulturen leisten. Die Weltpremiere fand in Toronto bei 4. Worldwide Shortfilm Festival statt. Eine weitere Vorführung im Rahmen des 5. Internationalen Filmfestes Oldenburg 1998.
Titel: Die Liebenden von Goundafa
Ein Leben ist mehr als die Erinnerung an die Kindheit.
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Die sprachliche Situation im Maghreb ist geprägt von einer komplexen
Verteilung des Hocharabischen, Dialektarabischen, Berberischen und Französischen
und diverser sprachlicher Mischformen. Dabei kommt dem Sektor der schulischen
und universitären Bildungspolitik der betreffenden Länder ein
besonderes Gewicht zu.
1. Die Politik der Arabisierung der Bildungsschichten zeitigt in der
Praxis vielfältige Widersprüche; zwar weist die Vermittlung
der Hocharabischen über die Sekundarschulbildung erhebliche Fortschritte
auf, die praktische Verwendung dieser Fähigkeiten jedoch bleibt
weit hinter diesen Möglichkeiten zurück. In der Zusammenarbeit mit den Ländern des Maghreb, möge diese den politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Sektor betreffen, wird man sich mit den kommunikativen und sprachlichen Voraussetzungen und Perspektiven der Eliten dieser Region vertraut machen müssen. Die Arbeit von Roland Kühnel leistet hierzu einen problemnahen und sachkundigen Beitrag. (Dr. Jochen Pleines, Bochum)
Sultaninnen herrschten einst über Delhi, Kairo, San'a, Granada. Fatima Mernissi, die "moderne Scheherezade", erzählt die Lebensgeschichten dieser Frauen. Ein lehrreicher Spaziergang durch die Welt des Islam, ein Beitrag über die vergessene Macht der Frauen in den muslimischen Ländern und eine Fülle von Geschichten wie aus Tausendundeiner Nacht.
------------------------------------------- Der "Fundamentalismus" und die aktuellen Beispiele der "Rushdie-Affäre", der Konflikte am Golf und aller anderen Auseinandersetzungen in den islamischen Ländern zeigen, wie notwendig die Aufklärung über den Islam und die tatsächlichen politischen Zusammenhänge in den arabischen Ländern ist. Nicht nur für fundamentalistische Muslime spielt der Islam eine dominierende Rolle. Auch große Teile der westlichen Öffentlichkeit erliegen dem Irrglauben, im Nahen Osten liege die Ursache aller Konflikte im "Islam".
Das vorliegende Buch enthält erstmals die Arbeiten der Autorin aus den achtziger und frühen neunziger Jahren und es zeigt sich im Rückblick deutlich, daß es ihr unter den verschiedenen thematischen Aspekten immer nur um die Frage ging: warum sind die arabischen Staaten so frauenfeindlich? Müßten die Staatslenker nicht begreifen, daß Frauen eine entscheidende Kraft in der Entwicklung der arabischen Nationen darstellen?
Das Trauma arabischer Politik geht auf die arabische Revolte von 1916 zurück und gipfelt in dem Glauben, der Westen schmiede seit den Kreuzzügen Verschwörungen gegen den islamischen Orient. Das Aufkommen des islamischen Fundamentalismus stellt einen Höhepunkt dieses Phänomens dar. Professor Bassam Tibi, der in Göttingen und Harvard lehrt, ist selbst Araber und Wahldeutscher. Er versteht es meisterhaft, dem Leser die Unterschiede okzidentalen und orentalischen Denkens, die Eigenheiten der islamischen Gesellschaft und die Grundlagen nahöstlicher Politik nahezubringen.
------------------------------------------- Dieses Buch umfaßt vier Kapitel und eine Schlußfolgerung. Dabei werden der Reihe nach folgende Themen behandelt : geschichtlicher Überblick über die Entwickling der Saharafrage, Auslegung des IGH-Gutachtens, Analyse des Grundsatzes der Selbstbestimmung sowie des Prinzips der Achtung der von den Kolonialmächten ererbten Grenzen. Schließlich erfolgt eine Zusammenfassung der gewonnenen Ergebnisse.
Die hier „kopierten“, übersetzten und untersuchten Texte entstammen der Handschriftensammlung, die Konsul Karl Emil Schabinger Freiherr von Schowingen während seines dienstlichen Aufenthaltes im Scherifischen Sultanat Marokko 1902 - 1914 durch den späteren Lektor am Seminar für Orientalische Sprachen Berlin, el-Hadsch Mohammed Bel Arbi ben Abd el Kadir in der Volkssprache Marokkos aufzeichnen ließ. Die Verfasserin hat die volkskundlich interessantesten Stücke ausgewählt, wie die „Reise des Fatih nach Garb“, „Grundsätze der Muslimen“, Hochzeitsbräuche, Lexikalisches, die volkskundlichen Anteile der Texte herausgearbeitet und mit der „Kopie“, der Übersetzung und der Erläuterung der ebenso schwer zu lesenden wie schwer zu verstehenden Texte wichtiges volkskundliches Material über eine Zeitwende hinweg für die Wissenschaft gerettet. -------------------------------------------
Titel: Hassan II. - Erinnerungen eines Königs Dieses Buch ist ein außergewöhnliches Dokument. König Hassan II., seit 1961 Monarch von Marokko, vermittelt im Gespräch mit dem französischen Journalisten Eric Laurent interessante Einblicke in die Geschichte des Königshauses sowie in seine mehr als dreißigjährige Amtszeit als Akteur und Gestalter von Geschichte des Nahen Ostens und Nordafrikas. Sehr offen berichtet er von den historischen Entwicklungen und Konflikten in der Region - etwa der Erlangung der Unabhängigkeit Marokkos nach jahrzehntelanger Protektoratszeit, dem Algerienproblem, der Sahara-Frage, dem ägyptisch-israelischen Konflikt sowie der palästinensischen Frage. Mit gleicher Offenheit spricht Hassan II. über seine Begegnungen mit bedeutenden Politikern unseres Jahrhunderts, von den französischen Staatspräsidenten de Gaulle, d’Estaing und Mitterand über die US-Präsidenten Kennedy, Carter, Nixon und Reagan bis zu den Führern der arabischen Staaten - u. a. Boumedienne, El Sadat und Gaddafi - sowie Israels. Nicht zuletzt erhält der Leser Kenntnis vom Selbstverständnis einer aufgeklärten islamischen Monarchie, von den erreichten Leistungen bei der Modernisierung des Landes sowie von dem engen Verhältnis Hassans II. - eines Königs, dem es gelungen ist, die Errungenschaften der westlichen Welt mit der arabischen Tradition in Einklang zu bringen - zum marokkanischen Volk.
------------------------------------------- Dieses zweisprachige Buch informiert darüber, daß die Gastarbeiterwanderungen aus den Mittelmeerländern nach Mittel- und Westeuropa seit den sechziger Jahren ein erhebliches Ausmaß angenommen haben. Angesichts dieses neuen Phänomens verwundert es nicht, daß das Thema in zahlreichen Forschungen unterschiedlichster human- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen behandelt worden ist. Die Themenaspekte kreisen vor allem um Strukturmerkmale und Auswirkungen, die mit dem Standortwechsel der Migranten von einem mediterranen Herkunftsland in ein europäischen Zielland verbunden sind. Überraschenderweise ist die Forschungslage über die marokkanischen Gastarbeiter, die sich in Deutschland aufhalten oder aufgehalten haben, wesentliche spärlicher. So entstand die Idee, sich einem solchen wichtigen Thema in deutsch-marokkanischer Zusammenarbeit zuzuwenden. Als zu untersuchende Region einigte man sich auf die Provinz Nador in Nordostmarokko, die von der Arbeitsemigration ganz generell - aber auch speziell von der nach Deutschland - besonders stark betroffen ist.
Titel: Der Traum vom Leben John Ampans Flucht von Ghana nach Europa – eine Odyssee, die fünf Jahre dauert. Durch eine Welt der Straßenräumer und Zigarettenschmuggler, eine Welt korrupter Zöllner und Schleuser, der Prostitution, der Angst und der unbeugsamen Hoffnung. Klaus Brinkbäumer hat sich, zusammen mit John Ampan, selbst auf den Weg durch Afrika gemacht. Er berichtet eindrücklich vom Leben und den Träumen der Menschen, die unvorstellbare Gefahren und Strapazen auf sich nehmen, um vielleicht nie das „Paradies“ Europa zu erreichen.
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